Wort zum Weltfrauentag

https://www.youtube.com/watch?v=Z6j141k6QOA

Die Frau wurde zart erschaffen, damit man achtsam mit ihr umgeht. Prophet Muhammad bezeichnete die Frau als Glas, welches man mit höchster Vorsicht behandeln muss.

Seit es Menschen auf der Welt gibt, wurde kein anderes Wesen so sehr missachtet und missbraucht, wie die Frau. Sie wurden lebendig begraben, als „Hexen“ verbrannt, für die eigenen Gelüste missbraucht, etc.

Auch heute bekommen die Frauen nicht die Rechte, die ihnen zustehen. Im Westen, werden sie für die gleiche Arbeit mit weniger Lohn abgestempelt und in den ärmeren Ländern spricht man ihnen noch nicht ein Mal die Menschen Rechte zu.

Viel hat sich getan, doch noch viel mehr muss getan werden!!

#Weltfrauentag #Weltfreuentag2017 #Frauenrechte #Frauenstärken

 

These were the WOMEN OF POWER in early Islam. They were honored not because they were some man’s daughter, wife, sister or mother. They were honored because they were equal HUMAN BEINGS.

1) Nusayba Ka`b al-Ansarriya, a Muslim warrior who fought with a sword alongside the Prophet (PBUH) in battle of Uhud.

2) Khawla al-Azwar, a Muslim warrior soldier who fought so bravely in the Battle of Yarmuk that Sahaba (RZ) said she has skills of Khalid bin Waleed.

3) Al-Shifa bint Abdullah, the first ever market price controller in Medina and advisor to Hazrat Omar Khattab (RZ) in his caliphate. She use to regularly walk around in the market making sure the prices are regulated.

4) Fatima al Fihri, established the first degree giving university of Islamic Empire called University of Qarawiyyin in 859AD.
(Source: www.oxfordislamicstudies.com)

DEIN Leben und Du…

​Man fällt Entscheidungen im Leben. Manche mit einem guten Ende, andere mit genau dem Gegenteil. Man ist glücklich ist gewesen, später war man vielleicht auch traurig. Manches hat einen nach vorne gebracht, anderes hat großen Schaden angerichtet. Manches war eine Erlösung. Manches war Balast. Einiges hat man vergessen. Einiges wird man immer mit sich rumtragen. Freude, Leid, Lachen, Weinen. Glück und Traurigkeit. Das sind alles Facetten des Lebens.  All das ist das Leben. Es ist nicht immer hell, es ist aber auch nicht immer dunkel. Zwischen diesen zwei Extremen brechen sich ganz viele Farben. Es sind Übergänge von Einem in das Nächste. Und genau dies sind die Sternstunden des Lebens. Auf sie sollten wir uns konzentrieren. Egal was im Leben passiert. Es sind die eigenen Entscheidungen gewesen, die uns glücklich oder traurig gemacht haben. Es ist unser Handeln gewesen, dass zu einem gewissen Ergebnis geführt hat. Es ist unser Wille gewesen, die Dinge anzunehmen, obwohl wir uns bewusst waren, dass wir am Ende vielleicht nur  Dunkelheit in Händen halten werden. Es ist DEIN Leben und nur DU allein bist dafür verantwortlich. Als eigenständiger Mensch bist DU verantwortlich dafür, ob DU die Sonne oder die dunkelen Wolken sehen willst. Für alles was in deinem Leben passiert, für all das trägst DU die Verantwortung. Wenn dein Leben gerade erstrahlt, sorge dafür, dass dieser Zustand lange genug anhält. Wenn es dunkel ist, sorge dafür, dass die Dunkelheit entweicht. Es liegt nur an dir selbst!!! DU bist die Essenz DEINES LEBENS!!!!

Trifft ein „Kopftuch“ das andere:

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U6. Steigt die Dame mit dem weißen Modell ein.
Sucht einen Sitzplatz. Möglichkeiten reichlich vorhanden.
Kommt auf mich zu.
Auch vor mir ist ein Platz frei.

Lächelt ihr die Dame in Schwarz zu.
Lächelt die Dame in Weiß zurück.
Beide nicken.
Rutscht die Dame in Schwarz ein Stück nach links, lächelt wieder.
Lächelt die Dame in Weiß erneut, und nimmt neben ihr Platz.
Lächeln plötzlich auch einige der übrigen Fahrgäste. Nette Stimmung irgendwie. Und netter Anblick, als hätten sich die beiden Damen gerade in der selben Boutique einkleiden lassen.

Lange Fahrt.
Viele Gedanken.
Über Brüder und Schwestern. Die ganze U6 voll Brüder und Schwestern? Vor mir also Schwestern nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch irgendwie im Herrn, sitzen beisammen, friedlich, wohlwollend.

Viele Erinnerungen.
An meine Kindheit.
Damals hätte mir die Dame in Weiß dank einschneidender Erfahrungen noch große Angst eingeflößt. Die Dame in Schwarz hätte ich, von hinten betrachtet, als trauernde Witwe erkannt, oder als die alte, stolze Binder-Bäuerin, oder die Frau Pribil vom Zehner-Haus.

Heute fürchte ich mich, egal ob Kopftücher, Kappen, Hüte, Pudelhauben, Stirnbänder, … zum Glück nicht mehr. Solange es keine Stahlhelme sind, sollen die Menschen auf ihren Köpfen herumtragen, was sie wollen, gerne auch Amphoren, Zipfelmützen, Haarreifen mit Rentiergeweih.

Plötzlich ein Blick der Damen zueinander, ich warte gespannt. Der Beginn einer Plauderei liegt in der Luft. Ein Schmunzeln als Anfang. Da sehen zwei nicht das Trennende, sondern Verbindende. Schönes Bild.

Und gleich in gewisser Weise wieder ein Lächeln, denn zwei Männer sind eingestiegen, einer mit Bierflaschen in der Hand, einer mit Glatze und Bomberjacke, gehen an den Damen vorbei, grinsen blöd, abfällige Bemerkungen inklusive.
Die freundlichen Blicke der beiden Frauen verschwunden.

Heute fürchte ich mich vor dem, was Menschen nicht auf, sondern in ihren Köpfen tragen, fürchte ich mich überall dort, wo zuerst mit allen Mitteln versucht wird, Mitmenschen irgendein Bekenntnis, egal ob religiös oder politisch, aufs Aug zu drücken, als wüsste der eine, was für den anderen zu denken, glauben, fühlen richtig wäre – und wenn der Versuch der Umpolung scheitert, der Mitmensch zum Gegenmensch erklärt wird…

Die beiden Männer steigen aus. Die beiden Damen lächeln wieder. Ein Durchatmen diesmal. Irgendwie im ganzen Wagon.
Ich zähle die Fahrgäste, kurz da der Gedanke: Rein statistisch sieht möglicherweise die Mehrheit der Anwesenden, so wie die beiden Damen selbst, nicht das Trennende, sondern Verbindende – und nach dem Besuch der beiden Herren sind es wahrscheinlich noch ein paar mehr.

Ein Gedanke, der mir gefällt. Ich versuche ihn ein bisschen länger in mir mit herumzutragen, starre aus dem Fenster, sehe im Geiste einen Rapidler und einen Austrianer in der U1 zusammen eine Packung Sportgummi verdrücken, sehe einen Schnitzelkaiser einem Sojawurstfanatiker den Senf reichen, sehe einen Rabbi, einen Priester, einen Imam, jeder mit einem Bier in der Hand, auf der Donauinsel (unter mir) den Griller anheizen, muss lächeln und denk mir: „Ui, Donauinsel!“

Gleich Endstation, Floridsdorf. Höchste Zeit auszusteigen.
Bin viel zu weit gefahren.
Gute Fahrt

Wünsch ich Euch auch…

(Text und Bild von Thomas Raab)

Das Verhängnis der Tradition

Stoff-Brokat-blau

 

Die Tradition- sie lässt Töchter minderwertig gegenüber Söhnen erscheinen, sie lässt Männer eine Dominanz annehmen, die in keinster Weise begründet noch akzeptabel ist und sie lässt hierarchische Strukturen zu, die die Menschen in eine Doppelmoral stürzen, die nicht nur sie selbst, sondern die gesamte Gesellschaft vergiften.

Die Unterdrückung der Frau im Namen der Ehre. Die Verheiratung von Mädchen an Männer, die ihre Großväter sein könnten. Die Verstümmelung der Frau in Afrika, zur Erhaltung der Jungfräulichkeit, im Namen der Religion und und und. Dies sind alle Beispiele für eine einzige Problematik: die Tradition! Sie ist mächtiger als Religion. Sie ist mächtiger als Beziehungen und am Beispiel der Ehrenmorde ist sie wichtiger als Menschenleben.

Vor 1500 Jahren wurden weibliche Säuglinge lebendig begraben. Ihr Vergehen war, dass sie das falsche Geschlecht hatten. Doch auch heute passiert genau das. In Demokratien wie Indien, die zwar wirtschaftlich immer weiter voranschreiten, konnte man sich trotz Bildung und wirtschaftlichen Erfolg nicht ganz von Traditionen lösen, die den größeren Teil der indischen Bevölkerung nicht nur degradieren sondern in einigen Gegenden noch heute der Grund dafür sind, dass Mädchen lebendig begraben, Witwen aus der Gesellschaft verbannt und Frauen im Namen der Ehre getötet werden. Die scheußliche Tradition der Ehrenmorde ist aber nicht nur ein Thema, welches Entwicklungsländer betrifft. Auch in Europa werden Ehrenmorde begangen. Frauen werden getötet, weil sie der Tradition nicht folgten. Sie mussten sterben, weil sie von den Grundrechten Gebrauch machten, die ihnen als Mensch zustehen. Sie durften ihr Leben nicht nach ihren Vorstellungen leben, sondern sollten sich einer Tradition beugen, in der sie unterdrückt werden und ihrer Rechte beraubt werden. Ihr Verschulden war, dass sie Freiheit und Selbstbestimmung für sich gewählt hatten.

In den meisten Fällen spielt ein weiterer Faktor eine entscheidende Rolle: Ein Mann, den sich die betroffene Frau selbst ausgesucht hatte. Eine Tatsache, die in der Tradition keinen Platz findet. Nach Auffassung von traditionell lebenden Familien, haben die männlichen Verwandten das Recht darüber zu entscheiden, welchen Mann die eigene Tochter, Schwester, Nichte, Cousine, usw. heiraten soll. Die Frau selbst hat hier wenig oder nichts zu sagen. Frauen, die sich dieser Tradition nicht unterwerfen, gelten als Gefahr für die Ehre der Familie. Sollte der Bekanntenkreis mitkriegen, dass die Tochter ungehorsam ist, könnte dies die Ehre der Familie beschmutzen. Diese Gefahr wollen diese Familien beseitigen, indem Sie die „Gefahr“ töten. Eine bestialische Tat, die auf die Tradition zurückzuführen ist.

In solchen Fällen stürzen sich die Medien zwar immer auf den Islam, jedoch sei betont, dass diese Greueltat nichts mit dem Islam zu tun hat. Nach islamischer Auffassung ist das Einverständnis zur Heirat  von beiden Ehepartnern einzuholen. Wenn sich jemand selbst für einen Partner entschieden hat, dann ist diese Entscheidung von den Familien zu akzeptieren und auch zu respektieren. Nirgends in der islamischen Geschichte findet man auch nur ein Argument dafür, dass Menschen im Namen der Ehre getötet werden dürfen. Im Koran heißt es: „Wer einen Menschen tötet, für den soll es sein, als habe er die ganze Menschheit getötet. Und wer einen Menschen rettet, für den soll es sein, als habe er die ganze Welt gerettet.“ (5:33)

Hier sei erwähnt, dass Ehrenmorde nicht nur in islamischen Gesellschaften verankert sind. Auch in anderen Gesellschaften werden Ehrenmorde verübt.

Bei vielen Menschen stößt die Tatsache, dass Menschen, die seit Jahrzehnten z.B. in Deutschland leben, dieser menschenunwürdigen Tradition folgen. Es sind z.T. Menschen, die nach außen hin in der hiesigen Gesellschaft angekommen sind. Es sind Menschen die arbeiten, stets freundlich und aufgeschlossen sind.  Schaut man aber hinter die Fassade, zeigt sich ein anderes Bild: Patriarchalische Familienstrukturen, falsches Verständnis von Freiheit, geringe Bildung, Vermischung von Religion und Kultur, geringe und falsche Kenntnis der Religion, unterschiedlicher Umgang mit Männern und Frauen, falsche Auffassung von Ehre: Frauen tragen die Verantwortung für die Ehre der Familie. Diese Faktoren werden den Frauen zumeist zum Verhängnis.

Die jungen Frauen sind z.T. in Europa geboren oder im jungen Alter hier hergezogen. Sie besuchen die Schule und haben z.B. deutsche Freunde. Schon hier fängt das Dilemma an: Die Freundin zu Hause zu besuchen ist schwierig. Nach Auffassung der Eltern reicht es aus, dass man sich in der Schule sieht. Geburtstage sind hier inbegriffen. Schon da führen die Eltern dazu, dass sich bei den jungen Frauen eine Doppelmoral entwickelt. Auf der einen Seite versuchen sie, in der Schule, bei Gleichaltrigen mitzuhalten auf der anderen Seite leben sie zu Hause ein Leben, dass wenig mit ihrem „Ich“ in der Schule zu tun hat. Hier sind sie die gehorsame Tochter und Schwester. Mit Geduld ertragen sie die unterschiedliche Behandlung zwischen ihnen und ihren Brüdern. Im Gegensatz zu ihnen selbst, die zu Hause gefangen sind, sind die Brüder frei. Diese haben Freunde, mit denen sie auch außerhalb der Schule Kontakt haben. Sie dürfen Geburtstage besuchen und es ist auch nicht weiter schlimm, dass sie bei einem Freund übernachten. So geht es weiter bis die Pubertät erreicht ist. Hier beginnt die nächste Phase dieser Katastrophe: Nun wird die „Weiblichkeit“ der Tochter sichtbar. Diese soll die Tochter vor den männlichen Familienmitgliedern und Verwandten verstecken. Eine doppelte Belastung für das Mädchen. Schon die Pubertät an sich ist eine anstrengende Phase im Leben. Hinzu kommt, dass sie sich nun dafür schämen und verstecken müssen. Da sich niemand in der Familie beim Eintritt in die Pubertät darum gekümmert hat, mit dem Mädchen zu reden und ihr zu erklären, dass diese Phase normal ist, versteht das Mädchen die Welt nicht mehr und denkt, dass sie etwas Falsches gemacht hat weshalb sie sich nun verstecken muss. Manche kriegen hier die Kurve und informieren sich selbst über das „Phänomen Pubertät“ oder reden mit ihren Freundinnen darüber. Alle anderen werden in der Schule über die Menstruation und darüber aufgeklärt und darüber informiert, dass die körperlichen Veränderungen etwas ganz Normales sind. In Zeiten des Internets spielt auch dieses ein große Rolle als „Aufklärer“. Hier zeigt sich ein weiteres Problem: Die Mädchen haben in ihrem gespaltenen Dasein zwischen traditionellem Leben und dem Leben in der Schule, zumindest in der Familie niemanden, mit dem sie reden können. Sie spielen zu Hause, wie auch draußen eine Rolle. Auf der einen Seite ist die gehorsame Tochter, auf der anderen Seite die „integrierte“ Schulkameradin, die zwar nicht mit nach Hause und zu Geburtstagen darf, sonst aber eigentlich ganz normal ist.

Zu Hause sind diese jungen Frauen weiterhin der unterschiedlichen Behandlung zwischen ihnen und ihren Brüdern ausgesetzt. Sie leben weiterhin in dem Gefängnis der Tradition wobei die Brüder ein freies Leben führen. Sie bleiben über Nacht, aber darüber empört sich niemand. Irgendwann kommt raus, dass diese in der Disco waren oder vielleicht eine Freundin haben. Es wird getobt, es wird geschimpft, aber irgendwann kehrt Ruhe ein. Niemand regt sich über diese „Ausschweifungen“ auf und irgendwann werden sie akzeptiert. Ist ja nicht so schlimm. Er ist ja ein Mann. Sein „Fehlverhalten“ schadet der Ehre der Familie nicht. Die Tochter aber soll behütet werden, weil sie ja die Verantwortung für die Familienehre trägt. Wenn genau diese Tochter irgendwann aus diesen traditionellen Fängen ausbricht, wird sie zur Gefahr, da nun ja die Familienehre und das Ansehen gefährdet sind. Hier ist schnelles Handeln gefragt. Man kann sie durch mehr Zwänge und z.T. auch durch Gewalt dazu zwingen, sich unterzuordnen. Bei vielen klappt das auch. Um einen „Rückfall“ zu verhindern wird nach einem potentiellen Ehepartner für die Tochter gesucht. Nicht selten endet die Suche im Heimatland der Eltern. Und nicht selten, kennen weder die Eltern den ausgewählten selbst kaum. Der Onkel oder die Nachbarn haben gesagt, dass er ein guter Junge wäre. Man macht die Hochzeit nagelfest und in den nächsten Sommerferien fliegt man dann in die Heimat und besiegelt die Ehe. Es wird Fälle geben, in denen die Frau ihren zukünftigen Mann davor nie gesehen haben wird. Bei vielen Frauen schafft die Familie diesen Zwang und schafft es, dass die Tochter heiratet. Dass der Mann weder die Sprache des jeweiligen Landes kennt, noch seinen Schulabschluss anerkannt bekommen wird und somit finanzielle Probleme in den meisten Fällen vorprogrammiert sind, ist hier nicht so wichtig. Es gibt aber auch Fälle, in denen sich das Mädchen vehement weigert, eine solche Ehe einzugehen. Hier wird weiter versucht, Druck auszuüben. Auch hier knicken viele junge Frauen ein. Dann gibt es noch den Fall, dass sich die Tochter den Ehepartner ausgesucht hat. Dies ist für viele Eltern ein Signal, dass sie in ihrer Erziehung versagt haben. Sie konnten die Tochter nicht nach ihren Vorstellungen formen. Es ist ungeheuerlich für sie, dass ihre Tochter diesen Schritt wagt. Mit allen Mitteln wird versucht zu verhindern, dass die Tochter diesen Schritt geht. Wenn die Frau weiterhin auf ihre Entscheidung beharrt,passiert genau das, was wir dann in den Zeitungen lesen.

Es sind viele kleine Bausteine, die zu einem Ganzen führen. Nicht oft und nicht immer läuft es wie beschrieben ab und nur in den seltensten Fällen kommt es zu dem abscheulichen Ehrenmord, jedoch ist jeder Ehrenmord ein Mord zu viel. Die Verfechter der Tradition müssen begreifen, dass jeder Mensch das Recht hat, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Sie müssen begreifen, dass eine Frau genauso viel Wert ist, wie ein Mann.  Und sie müssten verstehen, dass ihr Handeln nichts mit der Religion zu tun hat sondern rein traditionellem Ursprungs ist. Jeder muss für sich definieren, was Ehre für ihn ist und sich im Klaren darüber sein, dass er dann auch für seine Ehre verantwortlich ist. Niemand anderes! Nicht die Tochter. Nicht die Schwester. Nicht die Mutter. Nicht die Ehefrau.

Erst wenn man sich von falschen Traditionen löst und begreift, dass diese nichts anderes als Fesseln sind, die die Menschen an Anschauungen fesseln, die sie nicht teilen und ihnen Werte versuchen zu vermitteln, die sie nicht vertreten, können auch die Frauen in Frieden leben und ein selbstbestimmtes Leben führen. Erst wenn dies erreicht wird, wird es keine Frau geben, der die Tradition zum Verhängnis wird.

Das liebe Kopftuch

Das liebe Kopftuch

Ein Thema, dass in den Medien immer heiß diskutiert wird und man das Gefühl hat, dass das Interesse daran nie versiegt, ist das Kopftuch. Der Großteil der Medien zeigt mit dem Finger auf kopftuchtragende Frauen und degradiert sie als rückständig und rechtlos. Auf der anderen Seite mühen sich die Frauen mit einem Tuch auf dem Kopf ab, und versuchen den Menschen zu erklären, dass dass Kopftuch nicht aufgezwungen ist, sie weder zu einem unterwürfigen Menschen macht und ihnen in keinster Weise im Weg steht, ihre Ziele zu erreichen.

Ganz im Gegenteil: Das Kopftuch ist an Universitäten immer häufiger anzutreffen. Auch sieht man z.B. Ärztinnen, die mit Kopftuch praktizieren. Warum kauft man den Frauen also nicht ab, dass das Tragen eines Kopftuchs eine bewusste Entscheidung ist, die sie ohne jeglichen Zwang für sich selbst getroffen haben? Warum stoßen diese Frauen auf Unverständnis, wenn sie versuchen zu erklären, dass sie damit eine religiöse Pflicht erfüllen und dadurch ihrem Schöpfer Gehorsam leisten?

Hat nicht jede Frau das Recht, in einem demokratisch legitimierten Staat selbst zu entscheiden, was sie anziehen will? Warum müssen sich muslimische Frauen immer wieder für das Kopftuch rechtfertigen und warum assoziiert man negative Attribute mit dieser Kopfbedeckung? Das Erstaunliche hierbei ist, dass nur die islamische Verschleierung diese negativen Assoziationen hervorruft. Wenn eine Nonne sich verschleiert, stehen diese Attribute nicht zur Debatte. Ganz im Gegenteil: Man akzeptiert ihre bewusste Entscheidung und respektiert diese religöse Pflicht, der sie nachkommen. Warum wird genau dies bei den muslimischen Frauen nicht gemacht? Warum spricht man ihnen die bewusste Entscheidung, die sie getroffen haben, ab? Welchen Unterschied machen die Menschen hier? Und warum machen Sie einen Unterschied?

Es gibt Fälle, in denen Frauen zum Kopftuch gezwungen werden. D’accord! Es gibt diese Fälle auch in Deutschland. Einverstanden! Diese Fälle entstehen aus traditioneller Motivation heraus und nicht wie so oft gebrandmarkt, aus religiösen Gründen. Im Koran heißt es: Es gibt keinen Zwang im Glauben, (Sure 2, Vers 257). Mit diesem Vers distanziert sich die islamische Lehre von jeglichem Zwang in Glaubensdingen. Wenn über Zwang gesprochen wird, hat es nichts mit dem Islam zu tun. Patriarschaliche Familienstrukturen und traditionelle Weltanschauung führen dazu, dass Frauen unterdrückt werden und ihre Rechte zumeist nicht kennen oder diese nicht beanspruchen können. Der Islam spricht sowohl Mann als auch Frau mit (…) muslimischen Männer und muslimischen Frauen, die gläubigen Männer und gläubigen Frauen, (…)  (Sure 33, Vers 36) an. Er macht keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern und weist damit daraufhin, dass  die Frauen auch in ihren religiösen Pflichten und Rechten dem Mann gleichgestellt sind. Die Geschichte des Islam zeigt auf, dass diese Religion den Frauen derart viele Rechte zusprach, dass so mancher Mann zum Heiligen Propheten (Friede und Segnungen Allahs seien auf Ihm) kam und sich darüber beklagte, dass der Islam den Frauen derart viele Rechte zugesprochen hat, dass sie dadurch wahnsinnig werden würden. Leider erhalten viele Frauen in den sogenannten muslimischen Ländern viele dieser Rechte nicht, weil diese Gesellschaften Männer dominiert werden, die patriarschalich geprägt sind.

Wenn man also von dem „aufgezwungenem Kopftuch spricht“, sollte dieses Unrecht mit falschen Traditionen verknüpft werden, anstatt sich auf den Islam zu stürzen. Hier sollte die Tradition angeprangert werden. Der Islam kennt keinen Zwang.

Wenn Frauen sagen, dass sie das Kopftuch aus voller Überzeugung tragen, dann sollte man dies ohne Vorurteile annehmen, denn der Großteil der kopftuchtrageneden Muslimas tragen das Kopftuch freiwillig und sind sehr glücklich damit. Diese Frauen sind selbstbewusste gestandene Frauen, die zumeist hochgebildet sind. Es sind Frauen, die ihre Überzeugung leben und ihren Frieden darin finden. Auch ist hier festzuhalten, dass diese Frauen sich damit nicht als „bessere“ Frauen darstellen wollen. Es ist eine religiöse Pflicht, die sie mit voller Überzeugung erfüllen. Sie sind dadurch nicht besser als andere Frauen, jedoch sind sie in den meisten Fällen mutiger als andere 🙂

Unsere demokratischen Werte, auf die wir alle zu Recht stolz sind, geben uns das Recht, die Überzeugung zu leben, die wir haben. Sehen wir also die kopftuchtragende Frau als einen eigenständigen und selbstbewussten Menschen an, anstatt sie mitleidig oder erstaunt, als rechtlosen Schatten des Mannes anzusehen. Unter dem Kopftuch steckt meist mehr als so mancher denken würde!